Chorin, Oderberg und über den Barnim

11. Juni 2016

GPS-Track von dieser Tour

Wunderschön ist die eiszeitliche Hügellandschaft nordöstlich von Berlin zwischen Chorin und der Oder.

ChorinKloster
Klosterkirche Chorin

Nur eine Dreiviertelstunde dauert es mit der Bahn von Berlin nach Chorin. Vom Bahnhof geht’s zum Kloster und weiter über Straßen durch den Wald. Straßen? Kopfsteinpflaster. Die wunderschönen Laubwälder zwischen Chorin, Brodowin und Oderberg ist voll von ihnen. Auf der neuesten ADFC-Regionalkarte Berlin und Umgebung sind sie sogar als „unbefahrbar“ gekennzeichnet. Unbefahrbar? Naja, gut sind sie nicht, aber es gibt schlimmeres. So groß sind die Steine nicht, und nebenan ist oft ein befahrbarer Sandstreifen.

OderbergStraße
Wirklich unbefahrbar?

Dafür entschädigt die Landschaft: Buchen, Hügel, Seen. Am anderen Ende geht es hinunter nach Oderberg. Tief hat sich das Tal der Alten Oder zwischen die Hügel eingeschnitten.

Oderberg ist ein winziges, verschlafenes Städtchen. Auf der zentralen Straße der Stadt gibt es eine kleine gute, Eisdiele. Ein altes Schiff liegt am Kanal, Teil des Binnenschiffahrtsmuseum. Die Eisenbahn im Ort ist seit 20 Jahren dicht. Unweit des Haltepunkts weit östlich der Stadt liegt auf einem Hügel der jüdische Friedhof, hier sind die Steine wieder mühsam aufgestellt und instandgesetzt worden.

JüdischerFriedhof
Jüdischer Friedhof Oderberg… …ermordet 1943 in Auschwitz

Ein Stück auf der Tour Brandenburg nach Westen. Schiffshebewerk Niederfinow. Großer Touristenrummel, dahinter die Baustelle des neuen Hebewerks. Dann wieder aus den Oderauen hinauf auf die Hochfläche des Barnim.

Ruhige Straßen führen mehr oder weniger geradlinig immer mehr auf Berlin zu. In Heckelberg Stärkung in einer kleinen Gartenkneipe. Immer näher kommt die Zivilisation und in Hohenschönhausen habe ich Lust, quer durch die Stadt nach Steglitz weiterzufahren.

Kai

 

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